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Berliner Gesellschaft
zum Studium sozialer Fragen e.V.


1. Adreßeintrag

Name: Berliner Gesellschaft zum Studium sozialer Fragen (BGSSF) e. V.
Projektart: Archiv und Forschungsprojekt
Ansprechpartner: Markus Henning (bitte bei allen Schreiben mit angeben)
Straße: Kantstraße 23
PLZ/Ort: D-10623 Berlin
Verkehrsanbindung: -
Telefon: (030) 313 34 33
Fax: -
Öffnungszeiten: Archivbesuche nach tel. Vereinbarung


2. Selbstdarstellung

Die Berliner Gesellschaft zu Studium sozialer Fragen e.V. (BGSSF e.V.) existiert seit 1989. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehören Sozial- und Geisteswissenschaftler, Verleger, Buchhändler und Angestellte. Motive für die Gründung waren die Versäumnisse der lokalen öffentlichen Bibliotheken und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Dokumentation sozialer Bewegungen. Diesen Defiziten wollen wir durch folgende Aktivitäten entgegenwirken:

1. Aufbau einer Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus (DadA).
2. Einrichtung einer öffentlichen Bibliothek und eines Archivs der sozialen Bewegungen mit dem Schwerpunkt auf der libertären Literatur.
3. Organisierung von Bildungsveranstaltungen und Herausgabe einer wissenschaftlichen Schriftenreihe.

Die BGSSF e.V. ist also bemüht, die Funktion einer Informationsstelle für die libertäre Forschung zu übernehmen, um beratende und/oder vermittelnde Hilfestellung bei der Materialsuche, Erstellung von Bibliographien u.ä. zu leisten. Hierbei wurden in den letzten Jahren im Bereich der EDV-gestützten Dokumentation der deutschsprachigen libertären Publizistik gute Arbeitsergebnisse erzielt. So können über die Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus die Daten von tausenden Titeln für vielfältige Recherchen genutzt werden. (Nähere Erläuterungen zur den Nutzungsmöglichkeiten von DadA können dem aktuellen DadA-Info entnommen werden.)

Durch Einkäufe und Schenkungen (u. a. haben wir Bücher und Materialien einer frühen Sammlung Rudi Dutschkes bekommen) verfügt die Bibliothek inzwischen über einen Grundbestand von ca. 4000 Buch- und Broschüren-Titeln, von denen ein Großteil der libertären Literatur zuzurechnen ist. Hinzu kommen noch diverse Zeitschriften und Zeitungen, darunter zum Teil recht seltene Titel, die sich vollständig nur in wenigen deutschen Archiven und Bibliotheken finden. Ein Teil dieser Bibliothek ist bereits jetzt im BARBATA (Anarchistischer Medienladen im Berliner Café El Locco) öffentlich zugänglich. An der bibliographischen Erschließung des gesamten Archiv- und Bibliotheksbestandes für die Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus wird zur Zeit noch gearbeitet.

Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der BGSSF bildet der Aufbau eines Archivs der sozialen Bewegungen, das sich bevorzugt der Erforschung und Dokumentation der freiheitlich-sozialen Bewegungen im deutschsprachigen Raum widmen will. Über die Präsenz und Dokumentation der Literatur zur Geschichte und Gegenwart der sozialen Bewegungen hinaus, wollen wir den direkten Informationsaustausch auf diesem Gebiet durch öffentliche Vorträge und Forschungs- Colloquien im Rahmen des Forums sozialer Bewegungen fördern.

Die BGSSF steht in Kontakt mit anderen Archiven und Bibliotheken, die sich der Erforschung und Dokumentation der sozialen Bewegungen widmen. Hierzu gehören vor allem das Internationale Institut für Sozialgeschichte (IISG) in Amsterdam, das Internationale Zentrum zur Erforschung des Anarchismus (CIRA) in Lausanne und das AnArchiv in Neustadt/Weinstraße. Wir verstehen uns nicht in Konkurrenz zu diesen Institutionen und Einrichtungen, sondern suchen die konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen.

In unserem siebenjährigen Bestehen haben wir einige unserer Vorstellungen realisieren können. In Kooperation mit anderen libertären Projekten Berlins wollen wir nun weitere Ideen und Vorhaben zur Belebung der libertären Kultur in dieser Stadt verwirklichen. Ein großes Problem für viele unserer Vorhaben (wie z.B. die Schriftenreihe) sind die beschränkten finanziellen Mittel, die uns dafür zur Verfügung stehen. Gegenwärtig ist die Fortsetzung unserer Arbeit besonders durch eine gravierende Mieterhöhung gefährdet. Aus eigenen Mitteln können wir gegenwärtig die Miete für das Archiv der BGSSF nicht mehr bestreiten. Deshalb sind wir dringend auf die Unterstützung durch die Freunde, Sympathisanten und Interessenten unseres Projektes angewiesen, da wir sonst den immer noch (relativ) günstigen Archiv-Raum aufgeben müssen.

Eine weitere Möglichkeit unsere Arbeit zu fördern, sind Sachspenden (wie Bücher, Zeitschriften u.a. Materialien). Laut Satzung ist garantiert, daß alle dem Verein überlassenen Materialien nicht privatisiert werden können. Das heißt, selbst im Falle der Auflösung des Vereins werden seine Bibliotheks- und Archivbestände immer in eine öffentliche bzw. gemeinnützige Einrichtung mit möglichst gleicher Zielsetzung wie die der BGSSF eingehen.

Da wir vom Finanzamt für Körperschaften Berlin als gemeinnützig anerkannt wurden, können finanziellen Zuwendungen an uns beim Finanzamt als "Spende" steuerlich abgesetzt werden (wir stellen eine entsprechende Spendenbescheinigung aus).

Das BGSSF-Spendenkonto ist:

Postbank Berlin (BLZ 100 100 10) Konto-Nummer: 298 261 103
Stichwort: Spende für BGSSF

Wer aktives oder förderndes Mitglied werden will oder einfach "nur" Interesse an unserem Projekt hat, kann uns über die oben angegebene Anschrift erreichen:


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Zuletzt aktualisiert am 20. Mai 1996 / © Projekt: DadA; info@dadaweb.de