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DadA-Literatur, Dok.-Nr.: DA-L0000632

Müller, Andreas
Aufbruch in neue Zeiten: Anarchosyndikalisten und Nationalsozialisten in Mengede in der Frühphase der Weimarer Republik. - In: Bochumer Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit, Nr. 8, Bochum 1987, S. 121-154

ABSTRACT:
Inhalt: 1. Abriß der industriellen und sozialen Entwicklung Mengedes vom Kaiserreich zur Republik / 2. Die anarchosyndikalistische Bergarbeiterbewegung in Mengede / 3. Anarchosyndikalisten zwischen Interessen- und Ideengemeinschaft: FAUD und Freibund / 4. Die Nationalsozialisten in Mengede - der Bruch mit der Arbeiterbewegung / 5. Biographischer Anhang (August Haferstroh, Paul Land, Franz Land, Georg Horst, Bernhard Köhler, Emil Poganatz u. Anton Gosch). /// Ausgehend von einer Skizze der sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung des heutigen Dortmunder Stadtteils Mengede vom Kaiserreich zur Republik, beschreibt Müller den Aufstieg der örtlichen anarcho-syndikalistischen Bewegung ab 1918. Diese war in ihren Anfängen eine Oppositionsbewegung gegen die opportunistisch-reformistische Politik der bestehenden Arbeiterorganisationen, allen voran die sozialistischen Bergarbeitergewerkschaft ("Alter Verband"). Auf ihrem organisiatorischen Höhepunkt, kurz nach dem Kapp-Putsch 1920, zerfällt die anarchosyndikalistische Bewegung Mengedes in ideologische Richtungskämpfe, in deren Verlauf um 1922 einige ehemalige Anarchosyndikalisten sich der frühen NSDAP anschließen. Von den 14 Gründungsmitgliedern der NSDAP in Mengede kamen Müller zufolge mindestens acht aus der syndikalistischen Bewegung. Die Mengeder NSDAP gehörte mit zu den ersten Ortsgruppen, die außerhalb Bayerns gegründet wurden. Einen größeren Einfluß hat die NSDAP allerdings zu dieser Zeit weder in Mengede noch im Ruhrgebiet insgesamt besessen. Und im Reichsmaßstab dürfte der von Müller am Beispiel der Mengeder Bewegung beschriebene Übertritt von Anarchosyndikalisten ins nationalsozialistische Lager eine Ausnahme geblieben sein. Als Quellenbasis diente dem Verfasser die zeitgenössische anarchosyndikalistische Presse (insbesondere die Zeitschriften "Der Syndikalist" und "Die Schöpfung") und Archivalien des Oberbergamtes Dortmund (jetzt StA Münster). Auch die aktuelle Sekundärliteratur zum Thema wird eingehend berücksichtigt.
[Bearb.: js]

Bearbeitungsstand: 11.06.1992



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Die DadA-Kritik: copy-and-paste-Syndikalismusforschung. Helge Döhring's bedenklicher Umgang mit Quellen

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