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DadA-Literatur, Dok.-Nr.: DA-L0000922

Waldecke, St. Ch./ (d. i. Ewald Tscheck)
Gedanken über Anarchie: Umblick und Ausblick. - Mit einem Vor- und Nachwort von Otto Reimers. - 1. Aufl. (300-500 Expl.). - Meppen / Ems: ems-kopp verlag, 1976. - 26 S. (ab S. 16 o.Pag.), hekt.
Bemerk.: Literaturliste im Anhang

ABSTRACT:
Diese Schrift wurde mit Unterstützung von Otto Reimers und der Mackay-Gesellschaft produziert. St. Ch. Waldecke (d.i. Ewald Tscheck) war in der Weimarer Republik ein populärer Veranstaltungsredner in der "Union anarchistischer Vereine Berlin und Umgebung". Darüberhinaus gab er Kurse in der "Antiautoritären Gemeinschaft" in Berlin und verfaßte zahlreiche Beiträge für die anarchistische Presse (z. B. für das individualanarchistische Blatt "Der Einzige", aber für das Organ der kommunistischen Anarchisten "Der Freie Arbeiter"). In seiner hier neu aufgelegten Schrift propagiert er einen pluralistischen Anarchismus ohne Adjektive. Denn das "Ziel ist es ja nicht Stirnerianer, Proudhonisten oder Kropotkinianer zu schaffen, sondern Ringenden zu helfen, sich eine eigene Meinung zu bilden". (...) Wichtig erschien ihm in diesem Zusammenhang die als negativ empfundene Einstellung vieler Anarchisten zum "Kampf" im eigenen Lager, die häufig auf eine gegenseitige Ausgrenzung abzielte. Waldeckes Anarchismusverständnis orientiert sich am Individuum und an der konstruktiven Koexistenz der verschiedenen anarchistischen Strömungen, denn: "Gibt es auch nur wenig Anarchisten, so doch viele Richtungen unter ihnen. Das ist nicht zu bedauern. Warum? Weil der Anarchismus eine ganze Welt umschließt; alle Fragen, die in der Welt der Autoritäten und Institutionen gewaltsam zu lösen scheinen, tauchen hier noch einmal auf. Wir müssen sie, ohne sie für einander lösen zu wollen, sie jeder für sich zu lösen versuchen." Das Nachwort von Otto Reimers enthält knappe Notizen zu Leben und Werk von St. Ch. Waldecke, von dem bekannt ist, daß er 1933 ins Exil ging und dort "ein bedauerliches Ende" fand.
[Bearb.: js]

Bearbeitungsstand: 05.11.1992



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Die DadA-Kritik: copy-and-paste-Syndikalismusforschung. Helge Döhring's bedenklicher Umgang mit Quellen

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