Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - DadA 

Abteilung: Periodika 1798 - 2001 ff.
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DadA-Periodika, Dok.-Nr.: DA-P0001072


TATblatt

Untertitel: Projekt Zweitagszeitung zur Verbreitung unterdrückter Nachrichten; Alles über Böse auf der Welt; Nachrichten aus dem Widerstand; Gegen das Böse auf der Welt (1999)
Redaktion: TATblatt-Redaktion, A-1100 Wien, Wielandgasse 2-4/414
Körperschaften: Unabhängige Initiative Informationsvielfalt, Wien
Druck: Infrastruktur, 1100 Wien, Wielandgasse 2-4/414
Ort: Wien
Land: Österreich
Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1988), Nr. minus 101 (Okt.) -
Erscheinungsweise: vierzehntägig
Auflage: 4000
Preis: Einzelpreis ATS 8,-, Jahresabo innerhalb Österreichs: ATS 175,-, außerhalb: ATS 300,-
Format: DIN A4
Bemerkungen: "Information, motivation, diskussion. Mit diesen drei schlagworten lässt sich zusammenfassen, warum wir TATblatt machen. Wir wollen zeigen, dass widerstand gegen menschenverachtende strukturen - gegen patriarchat, rassismen, kapitalismus, umweltzerstörung oder einfach: gegen jede form von unterdrückung, diskriminierung und ausbeutung - möglich, sinnvoll und notwendig ist. Dazu wollen wir raum bieten, um relevante informationen verbreiten, taktiken diskutieren, zweifel äußern und ideen vorschlagen zu können.
Begonnen haben wir damit im jahre 1988. Unsere erste ausgabe trug allerdings nicht die nummer 1, sondern minus-101. Dies hatte den vorteil, dass wir gleich bei der zweiten ausgabe ein rundes jubiläum feiern konnten. Zudem wollten wir damit ausdrücken, dass das TATblatt eine noch nicht fertige, sich entwickelnde zeitschrift sein sollte. Spätestens bei der nullnummer wollten wir auf zweitageszeitung umsatteln. Mittlerweile sind wir längst in den positiven zahlen, um ein paar utopien und illussionen ärmer, und machen immer noch eine immer noch weiterzuentwickelnde zweiwochenzeitschrift." (Selbstdarstellung im Internet von Mai 2000)

Repression: "Unerwartete bekanntheit bekam das TATblatt im frühjahr 1995, als nach einem missglückten anschlag auf einen 380kV-freileitungsmasten - zwei genossen kamen dabei ums leben - aufgedeckt wurde, dass der damalige österreichische innenminister Caspar Einem vor seiner amtsübernahme zweimal kleine geldbeträge an das TATblatt gespendet hatte. Um den innenminister politisch abschießen zu können, konstruierte fpö-führer Jörg Haider den mythos eines "netzwerks des linksextremen terrors" mit dem TATblatt in der mitte. Eine regierungskrise war die folge, das TATblatt tagelang in allen fernsehnachrichten, auf allen tageszeitungstitelblättern und gegenstand einer reihe von parlamentarischen anfragen. Alle versuche, das TATblatt zu kriminalisieren, sind bislang aber gescheitert. Wir erscheinen weiterhin ganz legal, seit 1997 - auszugsweise - auch im www." (Selbstdarstellung im Internet von Mai 2000)
Beiträger: Redaktionelle und zugesandte Beiträge; über das Erscheinen entscheidet die redaktion.
Anschrift: TATblatt, A-1100 Wien, Wielandgasse 2-4/414, Tel. und Fax: +43/1/6410317
eMail: tatblatt@blackbox.net
Internet: http://www.nadir.org/nadir/ periodika/tatblatt
Standort: IDA Amsterdam: SIGN.: ZK 42677 id; TtE Köln: Nr.plus 2, 41, 44, 48-51, 53, 57-58, 60/61
Literaturhinweise: 20 Jahre radikal, S.195
Bibliographien: Fogelfei (1995), Nr.2, S.53; Geronimo (1990), S.245; Verzeichnis der Alternativmedien 1991/92; Verzeichnis der Alternativmedien 1997/98
Quellen: Publizistikförderung für linksradikale und linksalternative Zeitschriften. Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Andreas Kohl und Genossen an den Bundeskanzler (04.12.1996, 1602/J); eMail der Redaktion vom Dez. 1999
Publikationsform: Zeitschrift
Libertärer Bezug: Autonomie; anarchistische Tendenzen
Bearbeitungsstand: 14.07.2001

(c) Projekt DadA, Libertad Verlag Berlin, Köln & Potsdam 2001

Anmerkungen, Ergänzungen, Kritik sind erwünscht an: berlin@dadaweb.de oder koeln@dadaweb.de


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