Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus (DadA) |
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Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - online im Internet nutzbar!Nachdem das DadA-Projekt über viele Jahre hinweg ein "Insidertipp" derAnarchismusforschung gewesen war, sind wir seit dem 1. Mai 1996 über das Internet (World-Wide-Web) weltweit und jederzeit für jeden Interessierten erreichbar. Besonders populärsind unsere Presse- und Literaturdokumentation. Aber auch die"(A)-Seiten" (ein kommentierter Adressführer zuden deutschsprachigen libertären Periodika, Buchverlagen, Archiv-, Bibliothek- undForschungsprojekten) werden häufig genutzt, ebenso wie die DadA-Grundlagentexteunddie DadA-Buchempfehlungen. Inzwischen haben wir die gesamte DadA-Dokumentation imInternet veröffentlicht. Sie umfasst gegenwärtig:
Diese Titel sind als HTML-Dokumente auf unseren Seiten verfügbar und können direkt online über unsere Suchmaschinerecherchiert werden. Unser Angebot sollte weniger als ein reines "Konsumangebot"verstanden werden. Das DadA-Projekt braucht Unterstützung! Bisher wurde das Projekt inklusive seines Internetservice von zwei Leuten(nebenberuflich!) realisiert. Gerade aber die Internetpräsenz hat (durch den Anstieg derAnfragen) den Arbeitsaufwand dermaßen erhöht, dass inzwischen der Aufbau und die Pflegeder Datenbank selbst darunter leidet. Und so möchten wir nochmals dringend daraufhinweisen, dass sich die meisten der auf unser Website kostenlos angebotenen Dienste (wie die Datenbank und die "(A)-Seiten" der Literatur-undPressedokumentation) nur realisieren lassen, wenn wir die Unterstützung der libertärenProjekte und unserer User bekommen! Bei Interesse an einer Zusammenarbeit, schickt uns eine eMail: info@dadaweb.de.
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1. Projektbeschreibung
Die Datenbank dient dem Zweck, Veröffentlichungen auf dem Gebiet desdeutschsprachigen Anarchismus allgemein zugänglich zu machen und fürWissenschaft und Forschung zu erschließen. Berücksichtigt werden in ihr vorallem die ideologischen und organisatorischen Erscheinungsformen des klassischenAnarchismus einschließlich des Anarcho-Syndikalismus, aber auch die ihmverwandten libertären Strömungen, soweit deren Repräsentanten undOrganisationen (wie z. B. Teile der rätekommunistischen Bewegung) in einemengeren Kontakt zur erklärt anarchistischen Bewegung standen. (Zur Problematikder Begriffsbestimmung siehe G. Hoerig: Probleme derformalen und inhaltlichen Bestimmung des Dokumentationsgegenstandes.) Die Geschichte der libertären Bewegungen im deutschsprachigen Raumund insbesondere ihrer Publizistik ist bislang bibliographisch nur sehrunzureichend dokumentiert worden. (Eine eingehende Beschreibung desForschungsstandes findet sich in: Hajo Schmück: Derdeutschsprachige Anarchismus und seine Presse. Ein Forschungsbericht.)Verantwortlich hierfür sind die gravierenden Defizite der mit der Erforschungder libertären Bewegungen beschäftigten Wissenschaften. Aufgrund fehlenderSpezialbibliographien lassen sich bibliographische Informationen zu bestimmtenAspekten des traditionellen Anarchismus nur sehr mühselig durch die direkteLektüre der inzwischen umfangreichen Primär- und Sekundärliteratur erlangen.Noch schwieriger ist es, einen halbwegs repräsentativen Überblick über dieneuere Literatur zur Theorie und Praxis libertärer Bewegungen zu gewinnen. DieGründe hierfür sind im publizistischen Eifer der zeitgenössischen libertärenBewegung sowie in der wachsende Anzahl von Arbeiten der jüngerenAnarchismusforschung zu suchen, deren Existenz selbst Kennern desForschungsgegenstandes häufig nicht bekannt ist. Hinzu kommt die unzureichende Berücksichtigung der anarchistischen Literaturin den öffentlichen Bibliotheken und Archiven trotz nationalem bzw. regionalemSammelauftrag der Nationalbibliothek und Landesbibliotheken. DiesenInformationsdefiziten will die von uns geplante Datenbank entgegenarbeiten. DerAufbau der Datenbank wird über die stufenweise Dokumentation der folgendenBereiche erfolgen:
Geplant ist neben der Veröffentlichung der Daten als bibliographischeDatenbank im Internet auch eine Ausgabe auf CD-ROM mit regelmäßigen Ergänzungenund Aktualisierungen. |
2. Stand der Dokumentation der deutschsprachigen libertären Presse(Zurück zum Inhaltsverzeichnis) Die seit 1986 vom Projekt DadA bearbeitete Dokumentation der deutschsprachigenlibertären Periodika deckt denZeitraum von den frühen philosophischen Anfängen des deutschsprachigen Anarchismus um1800 bis zur Gegenwart ab. Der Begriff Periodika umfasst sämtliche periodisch erscheinende Druckerzeugnisse. Berücksichtigt wurden deshalb neben Zeitungen undZeitschriften auch Schriftenreihen, Jahrbücher, Kalender, Pressedienste, Kongressprotokolle, Rundschreiben und Kataloge. Neben erklärt anarchistischenPublikationen wurde auch das weite Spektrum der Periodika mit anarchistischer Tendenzberücksichtigt, die (wie etwa einige Organe der proletarischen Freidenkerbewegung oderder heutigen Autonomen) der anarchistischen Bewegung nahe standen bzw. nahestehen. Selbstnicht-anarchistische bzw. nicht-libertäre Periodika werden erfasst, wenn sich in ihneneine deutliche Präsenz libertärer Autoren findet. Und unter der Rubrik"Kuriosa" nehmen wir schließlich noch Publikationen auf, die ausschließlicheinen verbalen anarchistischen Bezug haben (zumeist handelt es sich hierbei umpseudo-anarchistische Provokationsblätter oder auch um ausgesprochene Anti-Organe, diesich der Kritik oder der Bekämpfung des Anarchismus widmen). Die Nachweise der in der Datenbank bisher erfassten Titel erfolgte durch die Auswertungexistierender Bibliographien und historiographischer Arbeiten sowie durch dieEinsicht der Publikationen selbst (Prinzip der Autopsie). Diese Arbeit erfolgte tlw. im Rahmen der vonHajo Schmück am Fachbereich Kommunikationswissenschaften/Publizistik der FreienUniversität Berlin 1986 eingereichten Magisterarbeit "Der deutschsprachigeAnarchismus und seine Presse. Von ihren Anfängen in den vierziger Jahren des 19.Jahrhunderts bis zu ihrem Niedergang im zweiten Weltkrieg. Eine historische Skizze und derVersuch einer bibliographischen Bestandsaufnahme". Die für das Gebiet der Bundesrepublik angegebenen Standortnachweise wurden aus denDaten der Zeitschriftendatenbank (ZDB) gewonnen bzw. über die ZDB verifiziert. Weitgehendunerschlossen bzw. nicht verifiziert sind z. Z. noch die Bestände/Nachweise in denArchiven und Bibliotheken des Auslandes. Gegenwärtig (Juli 2001) beinhaltet dieseDatenbank über 2.150 Titel, die nach den folgenden bibliographischen Kriterien erfasstwurden: Datenfelder der Dokumente:
Nähere Informationen zu den Feldinhalten können dem detaillierten Datenbank-Erfassungsschema sowie einemMusterdokument entnommen werden. Mit der auf den DadA-Seiten eingebundenen In absoluten Zahlen ergibt sich das folgende Bild:
Zusätzlich wurden in dieser Tabelle noch die imJahr 2000 von DadA aufgenommenen Neuerscheinungen angegeben. |
3. Stand der Dokumentation der deutschsprachigen libertären Literatur(Zurück zum Inhaltsverzeichnis) Seit 1991 wird intensiv auch an der bibliographischen undinhaltlichen Erschließung der primären und sekundären Anarchismus-Literatur gearbeitet.Berücksichtigt wurden bisher vor allem deutschsprachige Monographien (Bücher undBroschüren), aber auch Fachaufsätze und unveröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten(Magister- und Diplomarbeiten). Überwiegend handelt es sich hierbei um Literatur, dienach 1945 erschienen ist. Später wird verstärkt auch die ältere Literatur zum Themaberücksichtigt werden. Inzwischen wurden in der Dokumentation der deutschsprachigen libertärenLiteratur über 2200 Titel erfasst (davon ca. die Hälfte mit einerInhaltskurzbeschreibung). DieErfassung der Daten erfolgt in Anlehnung an die Regeln der alphabetischen Katalogisierung(RAK) nach dem folgenden Datenbankschema:
Nähere Informationen zu den Feldinhalten können dem detaillierten Datenbank-Erfassungsschema sowie einem Musterdokument entnommen werden. DieLiteraturdokumentation ist neben der Pressedokumentation das zweite "Standbein"von DadA. Um auch diese Datenbankallgemein zugänglich zu machen, haben wir uns entschlossen, zusammen mit dem |
4. Nutzungsmöglichkeiten der Datenbanken(Zurück zum Inhaltsverzeichnis) Neben den kostenlosen und direkten Suchmöglichkeiten in unseren Datenüber das Internet können auch spezielle Recherchen in Auftrag gegeben werden (eMail: info@dadaweb.de). Dabei können die in der Datenbank erfassten Titel detailliert über die Abfrage einzelnerDatenfelder, die Kombination von Feldabfragen sowie über die Volltextrecherche ermitteltwerden. Die Verknüpfung der Suchbegriffe mittels der boolschen Algebra (UND, ODER, NICHT)ist möglich. Ebenso kann die Suche nach Wortfragmenten erfolgen. Die so ermitteltenDokumente können vor der Ausgabe nach verschiedenen Kriterien sortiert und in individuellgestalteten Formaten ausgedruckt werden. Die Ergebnisse werden nach Wunsch alseMail,Computerausdruck, Textdatei auf Diskette oder per Fax zur Verfügung gestellt. Da unser Projekt nur über begrenzte Mittel verfügt, müssen wir (zur Deckung derSelbstkosten) für Rechercheausdrucke und den Versand derselben eine geringe Gebühr erheben. Diese besteht zur Zeitaus einer Grundgebühr (inkl. Portokosten für den Versand) von 8,00 EURO pro Rechercheauftrag in dem maximal zehnTitelnachweise enthalten sind plus 0,10 EURO für jeden weiteren nachgewiesenen Titel. |
5. Aufruf zur Unterstützung(Zurück zum Inhaltsverzeichnis) Das Projekt DadA ist ein semi-privates Forschungsvorhaben. FinanzielleUnterstützung durch vergleichbare Projekte oder gar öffentlicheEinrichtungen erhalten wir nicht. Zeit-und kostenaufwendige Forschungsreisen für direkte Vor-Ort-Recherchen in Bibliotheken undArchiven waren uns bislang kaum möglich. Wir sind deshalb vor allem auf dieUnterstützung durch die für unser Forschungsvorhaben relevanten Archive und Bibliothekenangewiesen. Hilfreich wäre insbesondere die bibliographische Verifikation der vonuns aufgenommenen Titel. Die Dokumentation des zeitgenössischen libertären Schrifttums istinsgesamt nichtunproblematisch. Denn obwohl die libertäre Publizistik nach 1968 (allein was die Anzahlder Verlage und Veröffentlichungen betrifft) eine bis dahin nie gekannte Vielfalt erlebthat, gibt es nur wenige Bibliotheken und Archive, in denen sie Eingang gefunden hat.Insbesondere in Hinsicht auf die libertäre Presse müssen bereits heute energischeAnstrengungen unternommen werden, sie für die Nachwelt zu bewahren. Deshalb möchten wiralle ehemaligen und noch aktiven Herausgeber und Mitarbeiter libertärer Periodika bitten,uns die Zeitschrift zurAuswertung und Archivierung zur Verfügung zu stellen. Falls dies nicht möglichsein sollte, helfen uns auch detaillierte Informationen zu den Zeitschriften.Ein entsprechendes Erfassungsformular mit ergänzenden Informationen kannals TXT-Datei direkt heruntergeladen werden (rechte Maustaste, Ziel speichernunter...). Außerdem enthält das Erfassungsmanual der Dokumentation Periodika eine eingehende Beschreibung der Kriterien,nach denen die Informationen in den Einzelnen Feldern der Pressedokumentation aufgenommen wurden. Die uns (hoffentlich regelmäßig) zugeschickten Zeitschriften und sonstigenVeröffentlichungen werden nach ihrer Erfassung in der Datenbank in den Archivbestand desDadA-Projektes eingehen und damit der Öffentlichkeit auch in Zukunft zugänglich sein. Ebenso möchten wir alle libertären Archiv- und Bibliotheksprojekte bitten, unsregelmäßig einen Titelnachweis ihrer Neuzugänge für die Aufnahme in unserer Datenbankzu schicken. Hierzu genügt es, die entsprechende Titelaufnahme als Textdatei zukopieren und per eMail an DadA zu schicken. Weitere spezielle Auskünfte zum DadA-Projekt sowie zu den gegenwärtigenNutzungsmöglichkeiten der Datenbank sind erhältlich über: Projekt: DadA
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